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Lukas Willenborg

Was sind deine Aufgaben in der Messdienerschaft?
Ich habe im Moment keine genaue Aufgabe oder ein Amt in der Leiterrunde. Zu Beginn meiner Karriere in der Leiterrunde habe ich 2 Jahre als Protokollant die Leiterrunden dokumentiert. Danach war ich 4/5 Jahre in der Orgateam für das traditionelle Räppeln. Mittlerweile gebe ich als alter Hase vor allem meine Weisheiten an die jungen Wilden weiter und unterstütze dort, wo ich gebraucht werde.

Seit wann und warum bist du immer noch dabei?
In die Messdienerschaft wurde ich 2009 aufgenommen. Leiter wurde ich 7 Jahre später, 2016. Fast ein Jahrzehnt später darf ich mich mittlerweile zur alten Garde zählen. Der wichtigste Punkt, warum ich dabeigeblieben bin, sind ganz klar die Leute. Wir sind eine super Gemeinschaft, die jede/n herzlich aufnimmt und integriert.
Ich habe hier einige meiner besten Freunde kennengelernt und durch die Messdienerschaft hat sich eine große Freundesgruppe entwickelt. Dadurch macht es immer Spaß zusammen Aktionen zu planen und mit den Kids eine super Zeit zu haben.

Wer waren deine Leiter als du Neu-Messdiener wurdest?
Meine ersten Leiter waren Tüti und Judith. Als meine Gruppe aufgelöst wurde, durfte ich noch in die Gruppe von Guru und Dominik wechseln.

Was war dein lustigstes Erlebnis auf der Messdienerfahrt?
Eine der lustigsten/besten Erlebnisse aus meiner Zeit als Kind war tatsächlich auch eines der letzten Erlebnisse als Kind, da ich danach Leiter wurde. Wir waren in der Nähe von Goslar/Braunschweig. Die Unterkunft hatte zwei Häuser mit Zimmern zum Übernachten. Anders als üblich gab es jedoch kleine Appartements. So teilten sich 10 Kinder ein Appartement mit mehreren Schlafzimmern. In einem Haus waren alle Kinder untergebracht, außer einer Gruppe. Wir, als ältesten Jungs, waren im Haus der Leiter untergebracht.
Jeder weiß an dieser Stelle, was unser Plan war, sobald es dunkel wurde. Uns wurde unser Appartement zu klein und wir wollten mit anderen Gruppen Karten spielen. Somit schlichen wir raus und liefen zum anderen Haus hinüber. Unser größter Feind: Die Bewegungsmelder, welche den Innenhof gleißend hell machten. So begann ein Katz und Maus-Spiel mit der Nachtwache. Immer wieder rannten wir rüber. Das Licht ging an. Wir versteckten uns und versuchten nicht erwischt zu werden. Wir hatten den Spaß unseres Lebens. Aus heutiger Sicht als Leiter kann ich nachvollziehen, dass Sie die Aktion nicht ganz so lustig fanden.
Aber von solchen Geschichten lebt die Fahrt. Ich sitze immer wieder mit meinen Freunden und wir philosophieren darüber, welche Geschichte die Lustigste war. Und jedes Mal fällt jemanden wieder eine neue Geschichte ein, welche die andern vergessen haben. Wer die Fahrt nie mitgemacht hat, checkt nicht.

Was war dein lustigstes Erlebnis während einer Messe?
Auch hier gibt es unzählige Anekdoten, die über die Jahre passiert sind. Eine Geschichte, die mir bis heute im Kopf geblieben ist, stammt noch aus meiner Zeit als Flambeau-Träger. Wir waren gerade im 2. Jahr als Messdiener und meine Gruppe musste an Weihnachten die Ucht um 5 Uhr morgens dienen. Man konnte jedem Kind aus dem Gesicht ablesen, dass die Nacht mit neuen Spielen, Konsolen und was das Christkind sonst noch dabeihatte. Dementsprechend war die Aufmerksamkeit nicht ganz gegeben. Ausgerechnet der Größte von uns schlief im Stehen leicht ein, als die Gruppe zur Wandlung in den Altarraum ging. Ein Messdiener, der vor ihm kniete, merkte es und stupste ihn an. Erschrocken lief unser Kumpel in Richtung Gemeinde und merkte das er falsch lief, als er im Mittelgang stand. Er rannte zurück zu uns, während wir uns oben kaum halten, konnten vor Lachen. Die restliche Messe war er dann wach.

Was machst du sonst noch so?
Damit mir nicht langweilig wird, wenn wir gerade keine Aktion von den Messdienern haben, dachte ich mir es wäre doch ganz cool mal zu studieren. Und mit meinem Studium halte ich es wie mit meinem Fahrrad: Wer es liebt, der schiebt. Inzwischen befinde ich mich leider auf der Zielgerade meines Masters of Education und muss mich somit bald dem Arbeitsalltag eines Referendariats stellen. Zum Glück habe ich mich für die besten und wichtigsten Fächer entschieden. Wer brauch schon Englisch oder Deutsch, wenn man Geschichte und Sozialwissenschaften haben kann.
Für den körperlichen Ausgleich zum höchstintensiven Studium spiele ich als Kreisliga-Profi auf den Kuhwiesen des Westmünsterlands Fußball. Jedoch mittlerweile nicht mehr bei Nottulns bekanntester Kurve, Schapdetten, sondern bei den Spargelstechern des GW Gelmer.
Ab und zu verirre ich mich auch noch ins Schwimmbad oder auf einen Wettkampf der DLRG und wenn mir im Sommer zu warm ist, stelle ich mich gerne auf einen Ascheplatz ohne Schatten. Ich versuche dort Tennis zu spielen. An manchen Tagen treffe ich mit meinen Schlägen mehr Tauben als Asse. Aber Übung macht den Meister oder?